12.03.2020

So packst Du Dinge an, statt sie aufzuschieben


Mit einem - zugegebenermaßen einfachen mentalen Kniff kannst Du Dein Verhalten trotz innerer Widerstände verändern.

Eigentlich weißt Du ganz genau was jetzt zu tun wäre: ins Fitnessstudio gehen oder die Morgengymnastik machen. Aber Du kannst Dich im Moment nicht aufraffen – wie wenn da eine unsichtbare Blockade im Kopf ist.

Gegen dieses Problem hat Motivationscoach Mel Robbins ein einfaches, aber effektives Mittel gefunden: die 5-Sekunden-Regel. Sie zählt im Kopf runter: „5, 4, 3, 2, 1, los!“ – und macht sich dann ohne Umschweife an die Arbeit.

„Wenn Sie den Impuls haben, etwas zu tun, machen Sie es innerhalb von fünf Sekunden – oder Ihr Gehirn wird sich dem entgegenstellen“, erklärt sie. Denn laut Robbins hat Aufschieberitis nichts mit Faulheit oder Unfähigkeit zu tun, sondern vor allem mit einem: der Macht schlechter Gewohnheiten.

Der Fünf-Sekunden-Countdown bringt laut Robbins den inneren Schweinehund zum Schweigen und aktiviert den sogenannten präfrontalen Cortex: Diese Gehirnregion ist für bewusste Entscheidungen zuständig. Damit schafft man die Voraussetzung für die bewusste Entscheidung, aus der eigenen Komfortzone auszubrechen.

Wie funktioniert die 5-Sekunden-Regel?

Das Geheimnis hinter der 5-Sekunden-Regel klingt auf den ersten Blick banal: Fünf Sekunden braucht es nur, um sich zu überwinden und endlich die Aufgabe zu erledigen, die getan werden muss. 

Wer bis fünf zählen kann, kann auch sein Leben verändern. Es geht um die bewusste Entscheidung:

Zähle in einem Countdown herunter: Fünf – vier – drei – zwei – eins – und beginne mit dem, was ansteht.

Die aktive Entscheidung, sofort nach dem Countdown ins Handeln zu kommen, hilft Dir dabei, neue Gewohnheiten zu verankern.

So funktioniert der Trick

1. Der Gedanke:
Du möchtest fitter werden und regelmäßig ein kleines Training absolvieren. Dir fällt ein, dass heute das Lauftraining ansteht: „Das Training sollte ich jetzt machen, ich habe es mir schließlich vorgenommen.“

2. Das Problem: 
Du hast keine Lust das Training zu beginnen.

3. Der Countdown: 
Statt lange darüber nachzudenken, ob Du die Aufgabe angehen sollst oder nicht, zähle den Fünf-Sekunden-Countdown herunter: 5, 4, 3, 2, 1 – und sprichst dann Aktivierungsworte wie z. B. „Los geht’s!“

4. Die Aktion: 
Du packst die Aufgabe an – indem Du Deine Laufschuhe anziehst, das Haus verlässt und losläufst.

5. Die neue Gewohnheit:
Du wiederholst den Fünf-Sekunden-Countdown immer dann, wenn Du etwas aufschieben willst. Mit der Zeit änderst Du so Deine Gewohnheiten

Die 5-Sekunden-Regel sei kein Allheilmittel, sagt Robbins. Die simple Erkenntnis aber, dass Aufschieben eine völlig natürliche und wirkungsvolle Reaktion auf Stress ist, und dass man immer nur fünf Sekunden davon entfernt ist, eine Entscheidung zu bewußter und positiver Aktivität zu treffen, kann schon ein entscheidender Schritt sein auf dem Weg, sich von seinem zögerlichen Verhalten zu befreien.

Nicht nachdenken, handeln!

Die grundsätzliche Annahme von Mel Robbins:

Wer aufschiebt, der will nicht einer bestimmten Aufgabe aus dem Weg gehen, sondern dem Stress, den er im Zusammenhang mit dieser Aufgabe vermutet.

Und Stressvermeidung sei keinesfalls zu verurteilen, sondern ein von der Evolution in uns angelegtes Verhalten um uns selbst zu schützen.

„Es ist egal, was dabei herauskommt“, sagt Robbins. „Solange du innerhalb von fünf Sekunden die Entscheidung triffst, dich fünf Minuten lang deinen Ängsten und deinem Stress zu stellen, gelingt es dir, den Kreislauf zu durchbrechen, der dich blockiert“.

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