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Fünf Kilo weniger?

|   Ernährungswissen

Zunehmen findet zunächst oft unbemerkt statt. Erst wandert schleichend ein halbes Kilo mehr auf die Waage, und plötzlich sind es fünf Kilogramm. Spätestens dann wird es Zeit gegenzusteuern. Eine Ernährungsumstellung in Kombination mit einem Trainings- und Bewegungsprogramm helfen, den Ballast nachhaltig wieder los zu werden.

Wichtig ist die Zielsetzung. Man kann in einer Woche keine fünf Kilogramm abnehmen, aber gut ein halbes Kilogramm. „So wenig?“ denken Sie jetzt.  Ja, denn wer langsam abnimmt, nimmt nachhaltig ab. Eine strenge, schnelle Diät senkt die Stoffwechselaktivität des Körpers. Er schaltet auf Hungermodus um. Das heißt, der Körper verbrennt weniger Kalorien als bisher und verwertet alles, was nur geht. Zwar kann man dabei Abnehmen, es erfordert aber sehr viel Disziplin und der Erfolg ist nur kurzfristig. Sobald man wieder normal isst, kommt es zum so genannten JoJo-Effekt.

Der Stoffwechsel stellt sich nicht so schnell auf Normalmodus um, und alle aufgenommenen Nahrungsmittel werden bestmöglich verwertet. Die abgespeckten Pfunde sind schneller wieder drauf als vorher, meistens haben die Betroffenen nach kurzer Zeit sogar mehr Kilos auf der Waage als vor der radikalen Diätaktion.

Richtig essen

Jede Mahlzeit sollte auch Gemüse oder Obst beinhalten. Beim Gemüse ist alles erlaubt. Drei doppelte Hände voll Gemüse pro Tag ist ein guter Richtwert. Beim Obst sollten sie sich mengenmäßig etwas zurückhalten, auch sollten es möglichst ballaststoffreiche bzw. nicht zu süße Sorten sein. Äpfel, Himbeeren, Grapefruit, Orangen, Erdbeeren, Mandarinen sind beispielsweise geeignet. Bananen hingegen sind sehr reich an Kohlenhydraten, daher sollte darauf eher verzichtet werden. Das Zauberwort bei der Auswahl heißt „Low carb“.

Wichtig sind außerdem gesunde Eiweißanteile beim Essen. Naturgebratener, magerer Fisch und Fleischsorten sind ideal und schmecken köstlich. Fleischlose Alternativen wie Magerquark, Hüttenkäse, fettarmer Mozzarella, Parmesan oder Tofu stehen ebenfalls auf der Speisekarte. Die Eiweißzufuhr ist wichtig, damit es nicht zu einem Muskelabbau sondern zum Fettabbau kommt. (Hier unterstützt entscheidend auch das Muskeltraining!)

Gesunde Fette sind hochwertige Pflanzenöle mit ungesättigten Fettsäuren. Dazu zählen beispielsweise Raps- und Olivenöl. Wichtig ist, das Gemüse mit etwas Öl zu versehen, damit alle Vitamine aufgenommen werden können. Die Vitamine A, D, E und K sind fettlöslich und können nur in dieser Kombination verwertet werden.

Und was ist mit den Kohlenhydraten? Hier sollten Produkte bevorzugt werden, die den Blutzucker langsam anfluten lassen und dementsprechend lang satt machen. Vollkornprodukte und Kartoffeln erzielen diesen Effekt. Weizennudeln oder Eiernudeln sind weniger geeignet. Produkte, die den Blutzucker schnell in die Höhe treiben, wie süße Backwaren oder Schokolade halten in Bezug auf die Sättigung nur kurz an, der Blutzucker sinkt nach dem Verzehr relativ schnell wieder nach unten und sorgt für Heißhunger.

So hilft das Fitnesstraining

Das Training im Fitnessstudio kann sehr effektiv das Abnehmen unterstützen. Krafttraining unterstützt den Muskelaufbau. In Kombination mit Ausdauertraining wird in Summe mehr Energie verbrannt. Ein guter Trainer stellt ein individuelles Trainingsprogramm zusammen und berücksichtigt gesundheitliche Einschränkungen. Sie werden schnell merken, wie Ihr Körper straffer wird.

Auch Gruppentraining in Fitnesskursen kann eine gute zusätzliche Trainingseinheit sein. In der Gruppe wird man gut motiviert und hat Spaß. Und wenn Sie den gleichen Kurs häufiger besuchen, knüpfen Sie zudem Kontakte und finden Trainingspartner.

Für Sport im Fitnessstudio sollten Sie sich zwei feste Tage pro Woche aussuchen (Minimum: 2x in 10 Tagen). Diese Termine sind obligatorisch und sollten immer eingehalten werden. Denn wenn man gerade am Anfang nicht konsequent am Ball bleibt, sind die guten Vorsätze entweder schnell vergessen oder nur teilweise umsetzbar.

Gönnen Sie sich diese Zeit für Ihren Körper!